ABB to Spin Off Its Global Robotics Business

ABB wird sein globales Robotikgeschäft ausgliedern

Strategische Abspaltung in der Industrieautomation

ABB, der in der Schweiz ansässige Marktführer in der Industrieautomation, kündigte Pläne an, seine Robotik-Sparte vollständig auszugliedern. Der Vorschlag wird auf der Hauptversammlung 2026 eingereicht, mit dem Ziel, das neue Unternehmen im zweiten Quartal 2026 zu gründen. Dieser Schritt unterstreicht ABBs Strategie, die Abläufe zu straffen und Wert in spezialisierten Märkten wie Fabrikautomation, SPS- und DCS-Systemen freizusetzen.

Größe und Marktposition von ABB Robotics

Die Robotik-Einheit beschäftigt weltweit etwa 7.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2024 erzielte sie einen Umsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar, was 7 % des Gesamtumsatzes von ABB entspricht. Trotz einer durchgehend zweistelligen Gewinnmarge in den meisten Quartalen seit 2019 sank die operative Marge der Sparte 2024 auf 12,1 %. Der CEO von ABB betonte, dass die Robotik den weltweit zweitgrößten Marktanteil hält und direkt mit FANUC, Yaskawa und KUKA konkurriert.

Historischer Kontext der ABB-Veräußerungen

Diese Abspaltung markiert die größte Umstrukturierung von ABB seit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Stromnetze an Hitachi im Jahr 2018 für 11 Milliarden US-Dollar. Diese Transaktion betraf 36.000 Mitarbeiter und formte ABBs Portfolio hin zu Elektrifizierung, Bewegungssteuerung und Prozessautomation um. Die Abspaltung der Robotik setzt ABBs langfristige Strategie fort, sich auf wachstumsstarke Segmente der Industrieautomation zu konzentrieren.

ABBs Geschäftsstruktur und Umsatztreiber

ABB betreibt derzeit vier Geschäftsbereiche: Elektrifizierung, Bewegung, Prozessautomation sowie Robotik & diskrete Automation. Elektrifizierung bleibt der größte Umsatzträger und machte 2024 47 % des Umsatzes aus. Die Robotik-Einheit ist zwar strategisch wichtig, weist jedoch nur begrenzte Synergien mit den anderen Bereichen auf. Daher ist ABB der Ansicht, dass die Unabhängigkeit der Robotik ermöglichen wird, eigenständige Marktchancen in Steuerungssystemen und intelligenter Fabrikautomation zu verfolgen.

Marktherausforderungen für die Robotik

Die weltweite Nachfrage nach Industrierobotern hat sich aufgrund schwächerer Investitionen in der Automobil- und Unterhaltungselektronik verlangsamt. Die Aufträge im Bereich Robotik und diskrete Automation von ABB sanken 2023 um 26 % und 2024 nochmals um 15 %. Allerdings zeigten Logistik- und allgemeine Industrieanwendungen Widerstandsfähigkeit, was die breitere Akzeptanz von Automatisierung in Lagerhaltung und Materialtransport widerspiegelt.

Finanzielle Leistungsbilanz im Vergleich

ABB erzielte 2024 Rekordergebnisse, angetrieben durch das Wachstum im Bereich Elektrifizierung. Das operative EBITA stieg um 10 % auf 5,97 Milliarden US-Dollar, mit Margen von 18,1 %. Im Gegensatz dazu erzielte die Robotik nur 329 Millionen US-Dollar EBITA, ein Rückgang von 39 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Divergenz verdeutlicht, warum ABB die Robotik als besser positioniert für unabhängiges Wachstum außerhalb des Konzerns sieht.

Aktionärsvorteile und Struktur der Abspaltung

Die Abspaltung wird durch eine Aktiendividende durchgeführt. ABB-Aktionäre erhalten anteilige Anteile am neuen Robotik-Unternehmen als Sachdividende. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Investoren sowohl am Kernportfolio von ABB als auch am eigenständigen Robotikgeschäft beteiligt bleiben.

Branchenanalyse und Kommentar des Autors

Die Abspaltung der Robotik spiegelt einen breiteren Trend in der Industrieautomation wider: Spezialisierung. Unternehmen trennen zunehmend Geschäftsbereiche, um sich auf unterschiedliche Technologien wie SPS-basierte Steuerungssysteme, DCS-Plattformen und Robotik zu konzentrieren. ABBs Schritt könnte Innovationen bei kollaborativen Robotern und KI-gesteuerter Fabrikautomation beschleunigen. Der Erfolg wird jedoch davon abhängen, Wachstum in den Bereichen Logistik, Elektronikmontage und intelligente Fertigung zu erschließen.

Anwendungsszenarien und Lösungen

  • Automobilfertigung: ABB-Roboter optimieren Schweiß-, Lackier- und Montagelinien.

  • Elektronikproduktion: Präzisionsrobotik verbessert die Leiterplattenmontage und -prüfung.

  • Logistikautomation: Roboterarme und fahrerlose Transportsysteme optimieren Lagerprozesse.

  • Prozessindustrien: Integration mit DCS- und SPS-Systemen steigert die Effizienz in Chemie- und Lebensmittelanlagen.

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