Hitachi Energy und Rockwell Automation gehen Partnerschaft ein, um die industrielle Elektrifizierung zu beschleunigen
Energie und Automatisierung vereinen sich für industrielles Wachstum
Hitachi Energy und Rockwell Automation haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt, die Industrieunternehmen dabei unterstützen soll, ihre elektrische Infrastruktur besser mit den Produktionsabläufen zu vernetzen. Die Partnerschaft fördert einen neuen Grid-to-Process-Ansatz, der die Energieversorgung auf den Fertigungsbedarf abstimmt.
Herausforderungen bei Elektrifizierung und Dekarbonisierung bewältigen
Industrieunternehmen sehen sich mit einem steigenden Stromverbrauch, ambitionierteren Nachhaltigkeitszielen und zunehmendem Investitionsdruck konfrontiert. Traditionell wurden Stromversorgungs- und Produktionssysteme getrennt voneinander geplant. Moderne Anlagen erfordern jedoch eine engere Abstimmung von Elektrifizierung und Automatisierung, um Effizienz und Betriebsleistung zu verbessern.
Durch die Integration von Energiemanagement und Prozesssteuerung können Unternehmen Engineering-Projekte vereinfachen, Ressourcen optimieren und langfristige Expansionspläne unterstützen.
Kompetenz in den Bereichen Energie und Automatisierung vereinen
Die Zusammenarbeit vereint die Stärken von Hitachi Energy bei Netzanschlüssen, Stromqualität, Schutzsystemen und Energiemanagement mit der Expertise von Rockwell Automation in den Bereichen industrielle Automatisierung, PLC, DCS, Prozesssteuerung und digitale Transformation.
Diese integrierte Strategie unterstützt Industriebetriebe dabei, Anlagen effizienter zu planen, zu bauen und zu betreiben sowie gleichzeitig Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit zu verbessern.
Bergbauindustrie als erstes Zielsegment
Bergbau und Metallverarbeitung stehen zunächst im Fokus der Partnerschaft. Angesichts der weltweit wachsenden Nachfrage nach kritischen Mineralien müssen Bergbauunternehmen ihre Produktion ausweiten und dabei Emissionen senken und die Elektrifizierung vorantreiben.
Eine zuverlässige Stromversorgung ist besonders wichtig für energieintensive Anwendungen wie Zerkleinern, Mahlen, Fördern und Mineralaufbereitung. Eine bessere Abstimmung zwischen elektrischen Systemen und Automatisierungssystemen kann Ausfallzeiten reduzieren und die kontinuierliche Produktion unterstützen.
Einblicke in die Branche
Aus Sicht der industriellen Automatisierung spiegelt die Zusammenarbeit einen wachsenden Branchentrend wider. Künftige Projekte erfordern immer häufiger eine Abstimmung zwischen Stromversorgungssystemen, Steuerungssystemen, digitalen Plattformen und Produktionsprozessen bereits in den frühesten Planungsphasen.
Für große Industrieanlagen kann eine einheitliche Grid-to-Process-Architektur die Anlagenauslastung verbessern, die betriebliche Transparenz erhöhen und eine skalierbare Grundlage für künftige Elektrifizierungsinitiativen schaffen.
Anwendungsszenario
Eine moderne Bergbauanlage kann Umspannwerksinfrastruktur, Lösungen zur Verbesserung der Stromqualität, PLC-basierte Prozesssteuerung und digitale Überwachungsplattformen in einer einzigen Architektur vereinen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu optimieren, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen und ein nachhaltiges Produktionswachstum zu unterstützen.
Über den Autor
Chen Guowei ist Analyst für industrielle Automatisierung und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung mit PLC, DCS, Stromschutz, Prozessautomatisierung und industrieller Digitalisierung. Seine Forschung konzentriert sich auf Elektrifizierungstechnologien, intelligente Fertigung, Automatisierung im Bergbau sowie die Integration von Stromversorgungs- und Steuerungssystemen in verschiedenen Industriesektoren.