Modernisierung der Industrieautomation als Dienstleistung: Schneider Electric und HPE definieren die Zukunft der Steuerungssysteme neu
Eine neue Ära der softwaredefinierten Industrieautomation
Schneider Electric hat mit der Einführung von Industrial Automation Modernization as a Service, basierend auf der HPE SimpliVity Hybrid-Cloud-Infrastruktur, einen bedeutenden Wandel in der Industrieautomation eingeleitet. Dieses Modell ermöglicht es Fabriken und kritischen Einrichtungen, SPS-, DCS- und Steuerungssysteme zu modernisieren, ohne die Produktion zu unterbrechen. Ich sehe dies als einen entscheidenden Moment für die Branche, da es die Automation endlich mit dem flexiblen, dienstleistungsbasierten Verbrauchsmodell in Einklang bringt, das die Unternehmens-IT revolutioniert hat.
Warum Modernisierung nicht warten kann
Industriebetriebe verlassen sich noch immer auf Architekturen, die lange vor Cloud, KI oder modernen Cybersicherheitsrahmenwerken entwickelt wurden. Diese Altsysteme verursachen technische Schulden, begrenzen die Skalierbarkeit und erhöhen das operationelle Risiko. Zudem erschweren Fachkräftemangel die Wartung proprietärer Plattformen. Dadurch verlieren Unternehmen jährlich Millionen aufgrund veralteter Steuerungssysteme. Nach meiner Erfahrung zögern viele Betriebe die Modernisierung aus Angst vor Ausfallzeiten hinaus. Der inkrementelle Ansatz von Schneider Electric beseitigt diese Hürde jedoch vollständig.
Eine einheitliche Architektur auf Basis der HPE Hybrid Cloud
Der neue Service integriert EcoStruxure Automation Expert mit HPE-Compute-, Speicher- und Datenschutztechnologien. So entsteht eine widerstandsfähige, softwaredefinierte Automationsschicht, die sowohl an der Edge als auch in der Cloud läuft. Die Architektur unterstützt gemischte OT- und IT-Workloads, was für KI-gesteuerte Abläufe unerlässlich ist. Ich halte diese Abstimmung zwischen Automation und Hybrid Cloud für besonders wichtig, da sie deterministische Leistung gewährleistet und gleichzeitig eine zentrale Steuerung ermöglicht.
Software und Steuerung als Service
Das Angebot erlaubt es Industriebetreibern, Automationslogik zentral bereitzustellen und zu aktualisieren, ohne physische Anlagen zu berühren. Dies reduziert den Engineering-Aufwand und eliminiert die Notwendigkeit standortspezifischer Anpassungen. Zudem unterstützt es offene, portable Anwendungen basierend auf IEC 61499. Das ist ein großer Vorteil gegenüber traditionellen SPS- und DCS-Systemen, die Nutzer oft an proprietäre Hardware binden. Meiner Ansicht nach ist dieser Wandel hin zu offener, softwaredefinierter Steuerung der bedeutendste Trend in der Fabrikautomation heute.
Lebenszyklus-Services, die die Betriebslast reduzieren
Schneider Electric kombiniert die Plattform mit Expertenservices für Bewertung, Migration, Cybersicherheit und Managed Operations. Viele Betriebe verfügen nicht über die internen Ressourcen, um Modernisierungsprojekte zu managen. Daher hilft ein strukturiertes Lebenszyklus-Service-Modell Organisationen, neue Technologien einzuführen, ohne die Mitarbeiterzahl zu erhöhen. Das ist besonders wertvoll für Branchen mit 24/7-Betrieb, bei denen Ausfallzeiten inakzeptabel sind.
Messbare Geschäftsergebnisse für Industriebetreiber
Das Servicemodell bietet mehrere quantifizierbare Vorteile:
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CapEx- zu OpEx-Transformation: planbare, verbrauchsbasierte Ausgaben.
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Skalierbare Automation: zentrale Steuerung über alle Standorte hinweg.
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Schnellere Implementierung: bis zu 60 % Reduzierung der Inbetriebnahmezeit.
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Verbesserte Cybersicherheit: einheitliche Richtliniendurchsetzung in OT-Umgebungen.
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Energieoptimierung: KI-gesteuerte Verbesserungen mit bis zu 40 % Einsparungen.
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Kein Rip-and-Replace: Modernisierung im Einklang mit bestehenden SPS- und DCS-Anlagen.
Aus meiner Sicht ist die Möglichkeit, ohne Austausch der Altsysteme zu modernisieren, der Hauptgrund, warum dieses Modell schnell angenommen wird.
Offene Standards verhindern Vendor Lock-In
Sowohl Schneider Electric als auch HPE unterstützen UniversalAutomation.org, das offene, portable Automation basierend auf IEC 61499 fördert. So können Kunden den Anbieter wechseln, Hardware upgraden oder Anwendungen skalieren, ohne neu zu entwickeln. Nach meiner Erfahrung sind offene Standards der einzige nachhaltige Weg für langfristige Modernisierung, insbesondere da KI und Robotik immer stärker in Steuerungssysteme integriert werden.
Ein praktischer Weg zur Modernisierung
Organisationen können mit einem gemeinsamen Beratungsworkshop starten, gefolgt von einem Pilotprojekt in Bereichen wie Rechenzentrumskühlung oder Industrieautomation. Dieser strukturierte Ansatz reduziert Risiken und schafft Vertrauen vor der Skalierung. Ich empfehle diese schrittweise Methode, da sie Teams ermöglicht, Leistung, Cybersicherheit und Betriebsauswirkungen frühzeitig zu validieren.
Anwendungsszenarien
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Öl & Gas: virtualisierte Steuerung für Fernbetrieb und verbesserte Cybersicherheit.
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Stromerzeugung: Hybrid-Cloud-Automation für Turbinensteuerung und -schutz.
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Chemische Verarbeitung: offene Automation für hochintegritäts Sicherheits- und Chargensteuerung.
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Fabrikautomation: zentrale Steuerung für Produktionslinien an mehreren Standorten.
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Rechenzentren: KI-optimierte Kühlung und Energiemanagement.
Über den Autor
Liang Wei ist ein globaler Spezialist für Industrieautomation mit 15 Jahren Erfahrung in SPS-, DCS-, TSI- und Stromschutzsystemen und konzentriert sich auf digitale Transformation und moderne Steuerungsarchitekturen für kritische Industrien.